FELIX HENRI REBERS

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Ihmewaldstadt 2045

 

Das Ihmezentrum ist ein Gebäudekomplex der 70er Jahre, dessen ehemalige Geschäfts- und Ladenpassage heute verlassen und verwahrlost ist. Dem gegen-über arbeiten und wohnen in den Obergeschossen nach wie vor Menschen.

 

Dieser ambivalente Zustand bietet das Potenzial den Gebäudekomplex zu einem neuen Typ Stadt weiterzuentwickeln, der eng mit dem Fluss Ihme, an dem er liegt, verknüpft ist - einen Typ Stadt der eine Alterna-tive bieten könnte zur Blockrandbebauung oder dem Einfamilienhaus.

 

Über das Zurückbauen der brachliegenden Ladenpassage und der darunter liegenden Parkflächen wird neuer Raum gewonnen ohne die funktionierenden Wohn- und Büroflächen zu gefährden. Dieser gewon-nene Raum wird der Natur übergeben, damit diese als eine Art „urbane Wildnis“ ihren Weg in die Stadt findet. Eben nicht als Stadt-park konzipiert, der wie ein verlängertes Wohnzimmer fungiert, ist diese Natur unzugänglich und sich selbst überlassen. Der gewonnene Raum, sommerliche Überschwemmungen und eine hinzugefügte Topografie aus Erdboden bilden eine neue Lebensgrundlage für die Pflanzen und Tiere der Ihme. Nach und nach wachsen sie in diesen Le-bensraum hinein und eignen sich ihn an. Über die Zustände Wiese, Dickicht und Wald entsteht schließlich ein junger Auwald, der sich mit den erhaltenen Wohn- und Bürogebäuden oben drüber zur Ihmewaldstadt verdichtet.

 

Derjenige der nicht widerstehen kann und den Auwald unmittelbar betreten will, muss die Barrieren überwinden, sich an der Steilkante abseilen oder mit einem Kanu über den Fluss paddeln - kurz: Er muss ein Abenteuer wagen.

Schnitt

Luftbild

Lageplan

Modell